Euro-Redesign Umfrage (KI-Bild)
Die Europäische Zentralbank arbeitet an einer neuen Generation der Euro‑Banknoten und bezieht die Bürgerinnen und Bürger aktiv in den Gestaltungsprozess ein. Die große Onlineumfrage, die noch bis Montag, den 21. September 2026, läuft, fragt nach Motiven, Formaten und gestalterischen Vorlieben. Auf der Webseite der EZB sind die Designvorgaben klar formuliert: Die neuen Scheine sollen modern wirken, leicht verständlich sein, europäische Identität transportieren und zugleich höchste Sicherheitsstandards erfüllen. Nationale Symbole werden bewusst vermieden, stattdessen sollen Motive gewählt werden, die überall in Europa verständlich und akzeptiert sind.
Zu den präsentierten Themenwelten gehören zwei markante Vorschläge. Der erste setzt auf Vögel, die als verbindendes Element der europäischen Natur dienen. Sie kommen in allen Regionen vor, lösen keine politischen Debatten aus und stehen symbolisch für Freiheit, Bewegung und Vielfalt. Die Entwürfe zeigen stilisierte, grafisch reduzierte Darstellungen, die auf Banknoten klar erkennbar bleiben und zugleich eine moderne Bildsprache vermitteln. Der zweite Vorschlag widmet sich der Kunst, allerdings nicht in Form konkreter Werke oder Künstler, sondern als abstrakte Interpretation europäischer Kreativität. Linien, Farbfelder und geometrische Formen sollen die kulturelle Vielfalt Europas widerspiegeln, ohne nationale Bezüge herzustellen. Beide Konzepte erfüllen die EZB‑Vorgabe, eine gemeinsame europäische Identität zu zeigen, ohne in politische oder historische Konfliktfelder zu geraten.

Copyright: European Central Bank 2026

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Ein weiterer Schwerpunkt der Umfrage ist die Frage nach dem Format der neuen Banknoten. Die EZB lässt offen, ob die Scheine im klassischen Querformat bleiben oder künftig im Hochformat gestaltet werden. Befürworter des Hochformats argumentieren, dass es besser zu modernen Nutzungsgewohnheiten passt, da Menschen Smartphones, Karten und Dokumente überwiegend vertikal halten. Ein Hochformat könne die Wertangaben klarer strukturieren und den Scheinen eine zeitgemäße Anmutung geben. Kritiker verweisen auf mögliche Umstellungskosten für Automaten, Kassensysteme und Prüfgeräte. Die EZB betont jedoch, dass technische Anpassungen ohnehin notwendig werden, weil neue Sicherheitsmerkmale eingeführt werden sollen.
Die Gründe für die Neugestaltung sind vielfältig. Die Banknoten sollen technologisch aktualisiert werden, mit verbesserten Materialien, neuen Hologrammen und optimierten Produktionsverfahren. Gleichzeitig möchte die EZB das Vertrauen in Bargeld stärken, gerade in einer Zeit, in der digitale Zahlungen wachsen und der digitale Euro vorbereitet wird. Die neuen Scheine sollen ein zeitgemäßes europäisches Selbstverständnis transportieren und die Rolle des Bargelds im Wirtschaftsraum neu definieren.
Für die Wirtschaft ist der Prozess mehr als ein ästhetisches Projekt. Handelsverbände begrüßen die Modernisierung, Automatenbetreiber warnen vor Übergangsfristen, Banken sehen die Chance, Bargeld und digitale Angebote künftig klarer voneinander abzugrenzen. Die Beteiligung der Öffentlichkeit wird als Signal verstanden, dass die EZB Transparenz schaffen und Vertrauen stärken will.
Mit dem Ende der Umfrage am Montag beginnt die Auswertung der Vorschläge. Sicher ist bereits jetzt: Die neuen Euro‑Scheine werden nicht nur anders aussehen, sondern auch die Diskussion über die Zukunft des Bargelds in Europa prägen. | Text und Bild mit KI
