Küchen-Studio-Dialog mit Franziska Giffey (Foto: J. Wachsmuth)
Wirtschaftssenatorin zu Gast beim Küchen‑Studio‑Dialog des Liberalen Mittelstands
Beim Küchen‑Studio‑Dialog von Newsmark und dem Liberalen Mittelstand stellte Berlins Wirtschaftssenatorin und Bürgermeisterin Franziska Giffey am Montag, den 23. Februar 2026, ihre wirtschaftspolitische Strategie für die kommenden Jahre vor. Vor Unternehmerinnen und Unternehmern, Verbandsvertretern und internationalen Gästen skizzierte sie die zentralen Herausforderungen und Chancen für den Wirtschaftsstandort Berlin.

Giffey betonte, dass Berlin seit 13 Jahren über dem Bundesdurchschnitt wächst und damit zu den stärksten Wirtschaftsmotoren Deutschlands zählt. Dieses Wachstum sei jedoch kein Selbstläufer: „Berlin ist jetzt das 13. Jahr in Folge ein Wachstum über dem Bundesdurchschnitt“, sagte sie. Entscheidend sei, die Vielfalt der Berliner Wirtschaft zu stärken – von Industrie und Mittelstand über Start‑ups bis hin zu Kreativ‑ und Zukunftsbranchen.
Im Zentrum ihres Vortrags standen fünf wirtschaftspolitische Schwerpunkte, die die Arbeit der Senatsverwaltung strukturieren:
- Starkes Wirtschaftswachstum: Berlin soll seine Rolle als Zugpferd der deutschen Wirtschaft weiter ausbauen.
- Klimaneutrale Stadt: Die ökologische Transformation sieht Giffey als Innovationschance. „Wenn die Wärme nicht klimaneutral wird, dann wird Berlin auch nicht klimaneutral.“
- Fachkräfte und Talente: Mit Blick auf einen prognostizierten Fachkräftemangel von 350.000 Personen setzt Berlin auf Gründungsförderung, Unternehmensnachfolge und internationale Rekrutierung.
- Innovationsstandort Nr. 1 in Europa: Berlin wolle seine Spitzenposition im europäischen Vergleich weiter ausbauen. „Wir wollen Innovationsstandort Nummer 1 in Europa werden.“
- Resilienz und Sicherheit: Als Konsequenz aus dem Strom‑Blackout im Januar rückt der Schutz kritischer Infrastruktur, Cybersicherheit und Energieversorgung stärker in den Fokus.
Giffey hob zudem die Bedeutung von Migration für den Berliner Arbeitsmarkt hervor: „Ohne diese Vielfalt wäre Berlin nicht Berlin.“ Rund 900.000 Beschäftigte hätten einen Migrationshintergrund oder keinen deutschen Pass – ohne sie wäre die Hauptstadtwirtschaft nicht funktionsfähig.
Der Küchen‑Studio‑Dialog bot den Teilnehmenden im Anschluss Gelegenheit zu Austausch und Diskussion. Die Veranstaltungsreihe bringt regelmäßig Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammen, um aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen zu diskutieren.

Der Impulsvortrag zum Küchen-Studio-Dialog kann wie immer als Podcast angehört werden.
